Fessenheim: Nachbesserungen bringen keine echte Sicherheit

TRAS Trinationaler Atomschutzverband
Medienmitteilung vom 5. Juli 2011

Fessenheim: Nachbesserungen bringen keine echte Sicherheit


Der Trinationale Atomschutzverband (TRAS) ist empört über die Zustimmung der Aufsichtsbehörde, den Betrieb des AKW Fessenheim um weitere zehn Jahre zu verlängern. Mit der Forderung nach Nachbesserung der Bodenplatte wird zwar eingeräumt, dass Sicherheitsmängel bestehen. Bekanntlich haben aber in Fukushima Bodenplatten von 3 bis 4 Metern Dicke nicht verhindert, dass hochradioaktiv verseuchtes Kühlwasser ins Grundwasser eindringen konnte.
Die richtige Konsequenz wäre die definitive Schliessung des Werks. Für die Risiken Erdbeben, Überschwemmung oder Störung der Kühlwasserzuleitung zieht die Aufsichtsbehörde keine sachgerechten Schlussfolgerungen. Die Bevölkerung im Elsass, in Süddeutschland und in der Schweiz ist weiterhin unakzeptablen Risiken ausgesetzt, für die im Fall ihres Eintretens niemand haftet.
Bei ihrem Entscheid zu Fessenheim hat die ASN den Ereignissen von Fukushima offensichtlich nicht Rechnung getragen, denn die detaillierten Berichte aus Japan wurden erst vor wenigen Tagen veröffentlicht. Es ist unverständlich, dass die Aufsichtsbehörde den Etnscheid zweiteilt und grünes Licht gibt, bevor die Stresstests der EU durchgeführt sind.

TRAS verlangt, dass das AKW Fessenheim dauernd und systematisch durch unabhängige Experten begleitet und analysiert wird. Weder die Aufsichtsbehörde noch die Betreiberfirma sind genügend unabhängig, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.


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